Worum es geht
Es geht um Handlungsfähigkeit, nicht um Ideologie. Proprietäre Software und große US-Cloud-Plattformen sind oft bequem – bis Preise steigen, Lizenzmodelle wechseln, Funktionen wegfallen oder rechtliche Fragen zur Datenübermittlung aufkommen. Wer die Wahl hat, kann reagieren.
Was konkret möglich ist
- Bestandsaufnahme der Abhängigkeiten: Welche Dienste nutzen Sie, wo liegen die Daten, was kostet es, und wie schwer wäre ein Wechsel?
- Europäisches Hosting: Anwendungen und Daten bei europäischen Cloud- und Hosting-Anbietern oder auf eigener Infrastruktur.
- Open-Source-Alternativen: für Dateiablage, Zusammenarbeit, Kommunikation, Projektmanagement oder interne Werkzeuge.
- Freie Office-Lösungen: Dokumente in offenen Formaten, unabhängig von einem einzelnen Hersteller.
- Schrittweise Migration: pragmatisch und ohne Big-Bang – dort beginnen, wo Nutzen und Aufwand am besten zusammenpassen.
Digitale Souveränität mit Augenmaß
Nicht alles muss sofort ersetzt werden. Manchmal ist ein proprietäres Werkzeug die beste Wahl. Entscheidend ist, die Abhängigkeiten bewusst einzugehen und einen Ausweg zu kennen.
Häufige Fragen
Ist Open Source kostenlos?
Die Lizenz meist schon, der Betrieb nicht. Einrichtung, Hosting, Updates und Support kosten Geld – häufig aber deutlich weniger als proprietäre Lizenzen, und ohne die Abhängigkeit von einem einzelnen Anbieter.
Müssen wir dafür alles auf einmal umstellen?
Nein. Sinnvoll ist eine schrittweise Migration, beginnend mit den Bereichen, in denen Kosten oder Risiken am größten sind.
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Philipp Kohnen · Berlin
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